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Gattung:
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Linde, lateinisch Tilia, Familie Lindengewächse /Malvengewächse (englisch Lime) |
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Sommergrüne, laubabwerfende Bäume, einhäusige Bäume, Herzwurzler |
Größe/Alter:
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Die Linde wird bis 20-40 m hoch, und kann ein Alter bis über 1000
Jahre (Winterlinde) erreichen. In der Jugend ist sie meist kegelförmig, ältere Bäume haben eine hohe, runde Krone. |
Vermehrung:
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Meistens durch Insekten, selten durch Windbestäubung, vegetativ durch Stockausschlag. |
Blüten:
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Im Blütenstand befinden sich 3 oder mehr Blüten, ein Hochblatt ist mit der Achse
verwachsen und dient als Flügel. Die gelblich-weißen zwittrigen Blüten sind symmetrisch und fünfzählig. Und duften stark.
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Blätter:
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 | Die wechselständigen Blätter sind zweizeilig angeordnet, meist
herzförmig, fein bis grob gesägt, oft mit rotbraunen Achselbärten. Und gelber Herbstfärbung.
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Früchte:
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Die Lindenfrucht ist eine einfächrige, 1-2-samige Nuss (0,5-1,5 cm lang) mit glatter oder gerippter Schale.
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Vorkommen:
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Es gibt etwa 45 Arten in Europa und in nördlich-gemäßigten Zonen, südlich bis Indochina und Mexiko, allein 19 Arten in China. Vor allem die
Winter-Linde (Tilia cordata) und die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) sowie eine Kreuzung aus beiden, die holländische Linde (Tilia europaea) wird als Holzquelle verwendet.
Die Linden gedeihen auf mäßig trockenen, schwach sauren bis kalkhaltigen Böden, sind frosthart und wärme liebend |
Ökologie:
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Für Imker sind die Linden eine wichtige Bienenweide zur Honigproduktion. Schädlinge der
Linde sind Spinnen- und Milbenarten. |
Lindenholz:
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Linden haben ein helles Kernholz, das Holz ist weißlich bis gelblich-rötlich. Es wird hauptsächlich für
die Bildhauerei, Schnitzerei und Drechslerei verwendet - vor allem Werke der Spätgotik – Altäre und Heiligenfiguren z.B. von Tilman Riemenschneider oder Veit Stoß.
Lindenholz galt daher lange als „heiliges Holz“
Weiteres wird Lindenholz als Blindholz verwendet, für Uhren, Zeichenbretter, Modell-Holzköpfe, Spielwaren, Küchengeräte. Holzpantoffeln, Bleistifte, Fässer und Behälter sowie für Harfen,
Klaviere und Orgelteile. Aus Lindenholz wird auch Zeichen- und Filterkohle hergestellt. Lindenholz wird auch für Holzwolle und Zellulose verarbeitet. |
Lindenrinde/
Bast:
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Die Rinde der Linde ist zunächst glatt und silbergrau, später wird sie dunkel und flach gefurcht.
Vor der Einführung von Hanf bis in die Spätantike verwendete man in Mitteleuropa die Fasern des Lindenholzes – den Bast – zur
Herstellung von Seilen, Matten, Taschen und Kleidung. |
Bedeutung International:
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Die Linde wurde jahrhundertelang als Mittelpunkt von Dörfern und Städten angepflanzt, sie diente auch als Hof-, Park, Alleebaum und kam in
Mischwäldern vor. Unter Linden fanden Feste und Versammlungen statt, aber auch das Dorfgericht und die Linde gilt daher, wie die Eiche, als Gerichtsbaum. Sie wurde auch als Friedensbaum gepflanzt. |
Berühmte Linden:
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Die Kunigundenlinde bei Kasberg (Nähe Grafenberg)
Die Tassilolinde beim Kloster Wessobron, Bayern
Die Linner Linde bei Linn in der Schweiz – ca. 600 Jahre alt und der größte Baum der Schweiz
Die Tanzlinde in Effeltrich
Die Hindenburglinde in Ramsau bei Berchtesgaden
Die Wolframslinde in Ried
Die Kaiser-Lothar-Linde in Königslutter
Die Annalinde
Die Sinzinger Linde
Die 1000-jährige Linde in Elbrinxen, Lügde, Nordrhein-Westfalen
Die 1000-jährige Linde in Schindlingsfeld, Hessen
Die 1000-jährige Linde in Grottenthal bei Neukirchen, Bayern
Die 1000-jährige Linde in Polchow, Mecklenburg-Vorpommern |
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