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Gattung: |
Weide, lateinisch Salix, Familie Weidengewächse (englisch willow) |
Allgemeine Beschreibung:
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Die baumartig wachsenden Weiden sind schnellwüchsig und relativ
kurzlebig, sie bilden kräftige und verzweigte Wurzeln. Sie sind
Pionierpflanzen, die sich leicht auf Schwemmland, Waldbrand- oder
Erosionsflächen ausbreiten.
Weiden sind sommergrüne Bäume, zweihäusig getrennt geschlechtlich
(d.h. männliche und weibliche Bäume). Eine Ausnahme bildet nur die
Trauerweide, bei der gelegentlich weibliche Blüten in den männlichen Kätzchen vorkommen.
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Größe/Alter:
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Unter den Weiden gibt es hohe Bäume, aber auch Zwergsträucher, die
nur 3 cm hoch werden. Die Baumweide wird bis zu 25 m hoch, und kann
ein Alter von über 200 Jahren erreichen |
Vermehrung:
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Weidensamen werden durch den Wind vertragen, wobei die sehr kleinen
Samen große Strecken zurücklegen können. Die meisten Weiden pflanzen
sich durch Samen fort, viele Arten können sich auch vegetativ
vermehren – d.h. bei Hochwasser werden Zweige ans Ufer geschwemmt,
wo sie wurzeln. Die Blüten werden durch Insekten bestäubt.
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Blüten:
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Die zu flaumigen Kätzchen versammelten Blüten der Weide erscheinen
vor oder gleichzeitig mit den Blättern. Es gibt eiförmige, dicke Kätzchen mit männlichen Staubbeuteln und walzenförmige grünliche
Kätzchen mit weiblichen Narben. Beide haben am Grund zwei Nektardrüsen. |
Blätter:
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Die Blätter der Weide sind sehr unterschiedlich geformt – von beinahe
kreisrund bis schmal und lanzettförmig. Bei den meisten Arten sind
die Blätter hellgrün und auf der Unterseite behaart. Sie sind
spiralförmig am Ast angeordnet, jeweils zum nächsten Blatt um 144 Grad verdreht.
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Samen:
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Aus den weiblichen Blütenständen entwickeln sich nach der Bestäubung vielsamige
Kapselfrüchte. Nach 4-6 Wochen sind die Früchte reif, springen auf und geben den Samen frei. Nur die Früchte der Lorbeerweide reifen im
Spätherbst. Weidensamen sind sehr klein, zwischen 1-1,5 mm lang, und von einem Haarkranz umgeben.
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Vorkommen:
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Es gibt etwa 450 Weidenarten, über alle Teile der nördlichen und gemäßigten Zonen der Erde, bis zur Arktis.
Einige wenige Arten sind auch in den Tropen und südlichen gemäßigten Zonen heimisch
Europäische Arten: Spitzweide, Silberweide (Europa, West- und Nordamerika), Sal-Weide (Europa, Kaukasus bis Sibirien, Nordasien),
Reif-Weide (Europa bis Mittelasien, Ostsibirien), Lavendel-Weide, Bruch-Weide, Lorbeer-Weide, Pupur-Weide, Korb-Weide, Hanf-Weide
(Europa bis Nordamerika, Himalaya, China)
Südamerikanische Arten: Humboldt-Weide
Nordamerikanische Arten: Amerikanische Schwarz-Weide, Seidenhaarige Weide
Die Weiden gedeihen auf überwiegend feuchten, alkalischen und nährstoffreichen Böden, aber auch auf Schlick- und Tonböden.
Sie brauchen viel Licht und sind konkurrenzschwache Pioniergewächse. Weiden werden auch in Plantagen gezüchtet,
Kopfweiden werden zur Gewinnung von Flechtwerk und Laubfutter angepflanzt. |
Ökologie:
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Die Weide ist wichtig für viele Insekten wie Hummel, Wildbiene und Honigbiene. Sie gedeiht an Bächen, Flüssen,
Seen, Auwäldern gemeinsam mit Pappeln und Erlen, und wird auch in Parks angepflanzt. |
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Weidenrinde: |
Die Weidenrinde ist grau und längsrissig |
Weidenholz:
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Lebende Weiden werden für die Ingenieurbiologie verwendet, zur Befestigung von Böden und Böschungen, vor allem auch an Gewässern.
Weiden dienen als „Biologische Kläranlagen“ zur Wasserreinigung und auch für Wildschutzzonen.
Das Weidenholz wird in Europa von der Silberweide, der Trauer-, Cricket- und Dotterweide verwendet. Als Rund-, Industrie und Schnittholz.
Sowie biogene Brennstoffe in Heizwerken. Es wird zu Spanplatten und Spanholz-Formteilen sowie zu Schälfurnieren verarbeitet und als Blindholz für Möbel eingesetzt, auch für
Zündhölzer, Spankörbe und Geschenkverpackungen, Schlagbretter von Cricketschlägern, Paletten und Spielwaren.
Die Zweige der Korbweide dienen als Material zum Flechten von Körben, Daubenware, Flechtwänden und Weichdächern, für Flechtzäune, Fassreifen, und Stiele von Geräten.
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